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Max Bögl setzt auf Meister GmbH Schwerlast-Transportraupe TC100

Max Bögl wendet innovatives Off-Road-Transportsystem an Brückenbaustelle in Frankfurt am Main an.

Enge Platzverhältnisse, mehrere in Betrieb befindliche Bahngleise nebst zugehöriger Oberleitung auf dem Brückenbauwerk und eine stark befahrene zweispurige Einbahnstraße darunter. Das sind eigentlich keine optimalen Voraussetzungen, um eine innerstädtische Baustelle mit Bahnüberführung wie derzeit an der Seehofstraße in der Frankfurter Innenstadt schnell und ohne aufwendige Sperrung des Bahn-und Straßenverkehrs abschließen zu können.

Deshalb setzten die erfahren Bauleiter von Max Bögl für das Ausbringen der alten Brückenteile erstmals die hoch innovative Meister-Transportraupen-Technologie ein. Bereits seit 1998 plant die Deutsche Bahn die Modernisierung der 100 Jahre alten Eisenbahnüberführung über die Seehofstraße. Nun ist es endlich soweit: Die Trasse, die zum ICE-Hochgeschwindigkeitsnetz gehört, wird neu gebaut. Anfang Oktober erfolgte der Einschub des ersten Brückenteils, im Juni 2014 beginnt der zweite Streich. Den 12,265 Millionen Euro teuren Brückenneubau nutzt die Stadt Frankfurt, um die Seehofstraße auf insgesamt 120 Meter zu sanieren, zu verbreitern und somit einen Zweirichtungsverkehr zu ermöglichen. Doch bevor es im Juni mit den nächsten neuen Brückenteil weitergeht mussten zunächst die alten Brückenteile weg. Ein einfaches Abheben der bis zu 38 Tonnen schweren Brückenteile auf Grund der in Betrieb befindlichen Bahnverbindung zum Frankfurter Hauptbahnhof mit konventioneller Krantechnik mittel Autokran war nicht machbar. Hier hätten aus Sicherheitsgründen erst aufwendig mehrere Gleise gesperrt werde müssen und ein „Durchfädeln“ der Brückenteile durch die oberhalb der Gleise verlaufende Oberleitung erschien unmöglich, da die alten Brückenteile in möglichst großen Stücken ausgebracht werden sollten, um sie zukünftig noch als Behelfs- oder Kabelbrücke einsetzen zu können.

So sah man sich bei Max Bögl nach anderen Möglichkeiten zum Ausbringen der alten Brückenteile um und fand schließlich in der Transportraupe TC 100 der Dieburger Schwerlastspezialisten Jochen Meister Meister GmbH in Verbindung mit einem hauseigenen hydraulischen Verschubsystem die ideale Lösung. Keine Sperrung der Bahnline, kein Freischalten oder gar eine Demontage der Oberleitung, keine nächtliche Sperrung der Straße und somit auch ein Maximum an Arbeitssicherheit und Effizienz lautete das Fazit der aufwendigen Einsatzplanung! Zum Abheben und Verladen auf die Auflieger des Max Bögl beauftragten Speditionsunternehmens setzte das Team der Meister GmbH rund um den Projektleiter Jens Ochmann ihren Liebherr LTM 1100-5.1 ein der mit den beengten Platzverhältnissen am Umladeplatz bestens zurecht kam.

"Diese Brückenbauarbeiten sind ein Paradebeispiel für die Herausforderungen, die sich bei Bauarbeiten in der Innenstadt im Bahnbereich stellen: Die Gleise über dem Brückenkörper sollen möglichst während der Bauarbeiten voll in Betrieb bleiben, Oberleitungen liegen dicht an dicht beieinander, eine stark befahrene Hauptverkehrsstraße unter dem Brückenwerk die nur aufwendig und nachts zu sperren ist und wir haben kaum Platz – das macht den Einsatz von herkömmlichen Methoden, z.B. Einsatz konventioneller Autokrane nahezu unmöglich. Mit unserem hauseigen Verschubsystem konnten wir die Brückenteil zunächst anheben und seitlich aus dem Bauwerkskörper auf die Transportraupe schieben. Mit dieser konnten wir dann den Transport durch das unbefestigte Baustellgelände bis zum Aufstellort des Autokranes außerhalb des Bahnsicherheitsbereichs problemlos und vor allem in Rekordzeit sicherdurchführen.", so Erwin Federhofer Vorarbeiter der Material-Technischen-Abteilung MTA und seit vielen Jahren der Mann wenn´s um Brückenverschub im Hause Böll geht.

"Bei solch komplexen Baustellenverhältnissen müssen wir anders drangehen um allen Projekterfordernissen gerecht zu werden um die Baustelle möglichst zügig und vor allem sicher beenden zu können. Ein konventioneller Kraneinsatz kam hier nicht in Frage und der der Einsatz von radbereiften Transportsystemen wie Modultransporter auf dem unbefestigten Baufeld hätte immense Wegebaukosten verschlungen. Deshalb haben wir uns für den Einsatz der Transportraupe TC 100 von Meisterkran entschieden", erläuterte Daniel Hoffmeister, Polier und Baustellenleiter Max Böll Stahlbau.

Wie sowohl seitens Max Bögl Stahlbau und auch aus dem Hause Meister GmbH zu vernehmen ist plant man derzeit schon daran die Meister Transportraupen auch zukünftig bei weitern Brückenbauprojekten bereits in die komplexen Montagekonzepte zu integrieren.